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16.07.2025 | Salzgitter Flachstahl GmbH
Rohrleitungen aus Stahl gelten als eine der wirtschaftlichsten Lösungen für den Transport von flüssigen oder gasförmigen Medien. Hiermit lassen sich große Stoffmengen über weite Strecken kontinuierlich und kostengünstig transportieren. Besonders hervorzuheben sind die vielseitigen Einsatzgebiete, die von Ölfeldleitungen bis hin zu Wasser- und Erdgasleitungen reichen. Die Transformation der Industrie zur CO2-Neutralität fordert neue Rohrleitungswerkstoffe für den sicheren Transport der Medien der Zukunft.
In erster Linie: Wasserstoff und Kohlendioxid.
Stahlgüten für den Transport von Wasserstoff erfordern eine hohe analytische und innere Reinheit. Die im Stahlwerk eingestellten geringen Schwefel- und Phosphorgehalte sind in Kombination mit einem prozesssicheren Abgießen der Brammen essenziell, um einen hohen mikroskopischen und makroskopischen Reinheitsgrad zu gewährleisten. Ziel ist es, einen möglichst homogenen Werkstoff zu produzieren, der dem Wasserstoff, das kleinste bekannte Element, keine Angriffspunkte bietet.
Im Gegensatz zum Wasserstoff spielt beim Kohlendioxid der Aggregatzustand eine entscheidende Rolle. Der Transport von Kohlendioxid ist besonders anspruchsvoll, wenn das Medium als überkritisches Fluid transportiert wird. Damit wird der Aggregatzustand bezeichnet, der weder flüssig noch gasförmig ist. In diesem Zustand lassen sich große Mengen Kohlendioxid mit geringen Strömungswiderständen fördern. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften des überkritischen Kohlendioxids sind jedoch erhöhte Anforderungen an die Festigkeit und Tieftemperaturzähigkeit der Rohrleitungen gefordert. Passend zu diesen Anforderungen werden Stahlgüten entwickelt, die sich durch ein besonders feinkörniges Gefüge auszeichnen. Hierfür wird das Konzept der sogenannten Kornfeinung durch prozesssicheres und präzises thermomechanisches Walzen umgesetzt. Ziel ist es, einen möglichst widerstandsfähigen Werkstoff zu produzieren, der die Rissausbreitung stark erschwert.
Die Salzgitter Flachstahl liefert bereits heute Warmbänder bis zu einer Dicke von 25,4 mm, die den hohen Anforderungen gerecht werden.
Mit den Rohrwerken im Konzernverbund leistet der Salzgitter Konzern einen entscheidenden Beitrag für die Transformation der Infrastruktur und Industrie.
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