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Eine führende deutsche Universität in Nürnberg sucht zwei Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen für ein interdisziplinäres EU-Exzellenzprojekt. Die Positionen bieten die Möglichkeit zur Promotion. Die Mitarbeit erfolgt in Teilzeit (85%) und ermöglicht Homeoffice an mindestens zwei Tagen pro Woche. Gesucht werden Bewerber:innen mit sehr gutem Studienabschluss in Kommunikationswissenschaften oder verwandten Bereichen sowie ausgezeichneten analytischen Fähigkeiten und guten Englischkenntnissen.
Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gehört zu den größten, forschungsstärksten und international ausgerichteten Universitäten in Deutschland. Am Fachbereich für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft (Prof. Dr. Adrian Meier) zwei Stellen als Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in bzw. Doktorand:in (m/w/d – 85%, EGr. E13 TV-L) befristet jeweils für die Dauer von fünf Jahren zu besetzen. Der Stellenbeginn ist frühestens zum 01.04. und spätestens zum 01.08.2026 möglich. Die Stellen sind befristet im Rahmen eines durch die Europäische Union geförderten Drittmittelprojekts und ermöglichen die eigene wissenschaftliche Weiterqualifikation (Promotion). Die Anstellung erfolgt in Teilzeit (85%) in der Entgeltgruppe E13 des TV-L. Der Fachbereich für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften stellt Büroräume in Nürnberg bereit. Die Tätigkeit kann zudem an mindestens zwei Tagen pro Woche im Homeoffice ausgeübt werden.
Der Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft erforscht schwerpunktmäßig das Zusammenspiel zwischen digitaler Kommunikation und Mediennutzung mit dem Wohlbefinden, der Gesundheit und der Selbstregulation sowie die gesellschaftlichen Folgen des digitalen Wandels für Arbeitswelt, Beziehungen und soziale Kohäsion. In der Forschung arbeitet die Professur vorwiegend mit kommunikationswissenschaftlichen, (medien-)psychologischen und soziotechnischen Theorien sowie mit vielfältigen empirischen Methoden. Nähere Informationen zum Team und den Forschungsschwerpunkten finden Sie hier.
Beide Stellen sind in einem EU-Exzellenz-Projekt angesiedelt, das mit 1,5 Mio. € durch den European Research Council (ERC) gefördert wird. Das interdisziplinäre Projekt HIYIHI – Social Well-Being from Hybrid Interactions in Hybrid Work kombiniert innovative Perspektiven und Methoden der Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Human-Computer-Interaction. Gemeinsam mit dem Lehrstuhlinhaber und einem Postdoktorand wirkt die zu besetzenden Stellen zentral an der Umsetzung eines ambitionierten und zukunftsorientierten Forschungsprogramms mit.
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden "Einsamkeitsepidemie" und der rasanten Verbreitung von KI-Assistenten zielt das übergeordnete Projekt darauf ab, die Dynamiken von Face-to-Face-, digitaler und Mensch-KI-Kommunikation zu verstehen. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen auf das soziale Wohlbefinden und den Zusammenhalt in der hybriden Arbeitswelt. Hierfür verbindet das Projekt qualitative und digital-ethnographische Methoden mit einer repräsentativen Panel-Befragung, Analysen von Experience Sampling und digitalen Verhaltensdaten sowie Computational Methods und Feldexperimente.
Die erste Stelle (PhD 1) wirkt zentral an der Umsetzung einer Mehrmethoden-Studie mit, die Befragung, teilnehmende Beobachtung, digitale Ethnographie und qualitative Interviews unter hybrid arbeitenden Berufstätigen kombiniert, um komplexe Kommunikationsepisoden und -dynamiken im Arbeitsalltag zu verstehen. Mit Daten der ersten Panel-Welle wird PhD 1 zudem die Kommunikation in der hybriden Arbeitswelt auf ihre sozioökonomische und organisationale Bedingtheit und ihre Zusammenhänge mit Kohäsion und Gemeinschaftssinn hin prüfen. Aufbauend auf vorherigen Erkenntnissen entwickelt PhD 1 schließlich eine kommunikative Verhaltensintervention und testet in einem Feldexperiment, inwieweit diese das soziale Wohlbefinden von Beschäftigten verbessern kann.
Die zweite Stelle (PhD 2) untersucht zunächst große Textdatensätze digitaler Kommunikation hybrider globaler Teams sowie Datenspenden von Mensch-KI-Chatverläufen, um ein tieferes Verständnis dieser Kommunikationsepisoden zu erlangen. Im weiteren Verlauf arbeitet PhD 2 mit Verhaltensspuren der digitalen und Mensch-KI-Kommunikation (bspw. Logdaten, Webtracking), die im Rahmen der Panel-Studie mit Erwerbstätigen erhoben werden. Schließlich entwickelt PhD 2 ein Feldexperiment, das die Auswirkungen von Mensch-KI-Kommunikation auf soziale Interaktionen und soziales Wohlbefinden im Arbeitsalltag kausal prüft.
Die Mitwirkung am gesamten Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhlinhaber und dem Postdoktorand, ergänzt durch regelmäßigen Austausch mit einem interdisziplinären Netzwerk internationaler und lokaler Projektpartner sowie im Rahmen von Workshops und wissenschaftliche Konferenzen.
Die FAU Erlangen-Nürnberg ist ein Ort der Vielfalt und seit 2016 Mitglied des Best Practice Clubs „Familie in der Hochschule“. Sie fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und bittet deshalb Frauen nachdrücklich um ihre Bewerbung. Die Stelle ist für schwerbehinderte Menschen geeignet. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt.
Sie sind herzlich eingeladen, Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf mit akademischem Werdegang, Zeugnisse, Abschluss‑ bzw. Seminararbeit oder erstes Manuskript/Publikation als Arbeitsprobe, ggf. relevante Berufserfahrung, ggf. Vortrags- und Publikationsliste) in deutscher oder englischer Sprache bis zum 28.02.2026 als ein PDF per E‑Mail an wiso-bewerbung-kowi@fau.de einzureichen. WICHTIG: Bitte geben Sie im Anschreiben an, auf welche der beiden Stellenprofile Sie sich bewerben. Hinsichtlich des Einstellungsdatums besteht Flexibilität im genannten Zeitraum, sprechen Sie uns gerne an.
Für Rückfragen steht Ihnen Herr Prof. Dr. Adrian Meier (adrian.meier@fau.de) zur Verfügung.