Quality Engineer
Vertragsdauer:
01/09/2026(Befristeter Vertrag für 12 Monate)
Standort:
Bern, Schweiz
Ziel der Funktion
Als Spezialist/in für Qualitätsrisikoanalysen und Contamination Control Strategy (CCS) sind Sie verantwortlich für die Vorbereitung, Moderation, Durchführung und Dokumentation von Qualitätsrisikoanalysen für pharmazeutische Utility-Systeme. Sie stellen sicher, dass Risiken für Produktqualität, Patientensicherheit, GMP-Compliance und Versorgungssicherheit systematisch identifiziert, bewertet, kontrolliert und regulatorisch nachvollziehbar dokumentiert werden.
Hauptaufgaben
- Planung, Vorbereitung, Moderation sowie Nachbereitung von Qualitätsrisikoanalysen für Utility-Systeme und CCS-relevante Prozesse.
- Durchführung und Dokumentation von Risikoanalysen unter Berücksichtigung mikrobiologischer, chemischer, partikulärer und kreuzkontaminationsbezogener Risiken.
- Identifikation und Bewertung von Gefährdungen, Fehlerursachen, bestehenden Kontrollmaßnahmen, Schwachstellen sowie Ableitung geeigneter Risikominderungsmaßnahmen.
- Fachliche Beratung von Experten aus den Bereichen Engineering, Utilities, Quality Assurance, Produktion, Mikrobiologie, Validierung, Qualifizierung, Instandhaltung und EHS.
- Sicherstellung einer wissenschaftlich fundierten, konsistenten und GMP-konformen Durchführung der Risikoanalysen.
- Moderation interdisziplinärer Workshops sowie Steuerung von Entscheidungsprozessen innerhalb funktionsübergreifender Teams.
- Bewertung technischer, organisatorischer und prozeduraler Kontrollmaßnahmen sowie Entwicklung von Optimierungsvorschlägen.
- Nachverfolgung definierter Maßnahmen einschließlich Wirksamkeitsprüfung und Sicherstellung der Aktualität der Risikoanalysen über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen.
- Unterstützung bei Audits, Inspektionen und Behördenanfragen durch belastbare fachliche Argumentationen und GMP-konforme Dokumentation.
- Mitwirkung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der standortweiten Contamination Control Strategy (CCS).
Fachlicher Schwerpunkt
Der Fokus der Position liegt auf Utility-Anlagen und Versorgungssystemen, die direkten oder indirekten Einfluss auf pharmazeutische Produktionsprozesse, Reinraumbereiche, aseptische Herstellungsverfahren und die Produktqualität haben.
Hierzu zählen insbesondere:
- Druckluft- und technische Gassysteme
- Pharmawasseranlagen (PW, HPW, WFI und weitere Wasserqualitäten)
- HVAC- und Reinraumsysteme inklusive Druckkaskaden, Luftwechsel, Filtration und Umgebungsbedingungen
- Reindampf- und Sterilisationssysteme
- Chemikalien-, Lösungsmittel- und Medienversorgungssysteme
- Verteilnetze, Lagerbehälter, Erzeugungsanlagen und kritische Verbrauchsstellen
- Reinigungs-, Desinfektions-, Sanitations-, Sterilisations- und Monitoringkonzepte im Zusammenhang mit Utility-Systemen
Anforderungen:
Ausbildung
- Abgeschlossenes Studium in Pharmazie, Biotechnologie, Verfahrenstechnik, Chemie, Mikrobiologie, Ingenieurwesen oder einer vergleichbaren naturwissenschaftlich-technischen Fachrichtung.
Berufserfahrung
- Mehrjährige Erfahrung in einem GMP-regulierten pharmazeutischen Umfeld.
- Erfahrung in den Bereichen Sterilproduktion, aseptische Herstellung, Utilities, Qualifizierung, Validierung, Quality Assurance oder Contamination Control von Vorteil.
- Fundierte praktische Erfahrung im Quality Risk Management gemäß ICH Q9 oder vergleichbaren risikobasierten Methoden.
- Erfahrung mit Risikoanalysemethoden wie FMEA oder ähnlichen strukturierten Verfahren.
- Erfahrung in der Erstellung, Prüfung oder Optimierung von GMP-Dokumentationen, Risikoanalysen, technischen Bewertungen, Gap Assessments, CAPAs und Auditantworten.
Fachkenntnisse
- Sehr gute Kenntnisse der EU-GMP-Anforderungen, insbesondere Annex 1 sowie der Anforderungen an eine ganzheitliche Contamination Control Strategy.
- Fundiertes technisches Verständnis pharmazeutischer Utility-Systeme sowie deren kritischer Qualitätsattribute, Kontaminationsrisiken und Kontrollstrategien.
- Fähigkeit, technische und qualitätsrelevante Daten risikobasiert zu bewerten und fundierte Entscheidungen abzuleiten.
- Verständnis für den Lebenszyklusansatz GMP-kritischer Systeme und Prozesse.
Persönliche Kompetenzen
- Ausgeprägte Moderations- und Präsentationsfähigkeiten.
- Souveräner Umgang mit interdisziplinären Expertengruppen und Stakeholdern.
- Analytische, strukturierte und risikobasierte Denkweise.
- Hohe Detailgenauigkeit und ausgeprägte Dokumentationskompetenz.
- Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
- Selbstständige, lösungsorientierte und teamübergreifende Arbeitsweise.