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Das DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien in Aachen sucht ab Oktober 2026 eine Doktorand*in im Bereich Polymermechanochemie. Die Stelle wird im DFG-SFB 1769 finanziert und konzentriert sich auf mechanisch gesteuerte Polymerabbauprozesse und die Entwicklung von Mechanophoren.
Sie arbeiten in der Forschungsgruppe von Dr. Jian Wang, arbeiten an der Synthese von Makromolekülen, testen Architekturen und tragen zur grundlagenorientierten Reaktivität von Polymeren bei.
23.07.2026
DWI - Leibniz-Institut für Interaktive Materialien, Aachen
Das DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien ist eine von Bund und Ländern finanzierte Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft mit Sitz auf dem Campus Melaten der RWTH Aachen. Internationale Nachwuchswissenschaftler und erfahrene Wissenschaftler verschiedener Disziplinen entwickeln hier interaktive Materialien nach den Prinzipien der Natur. Es ist ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Talenten, Erfahrungen und Kompetenzen zusammenarbeiten, um voneinander zu lernen und gemeinsam neues Wissen und neue Methoden für ein besseres Leben in unserer Welt zu schaffen.
DWI lädt zu Bewerbungen für eine Stelle als
Doktorand*in (w/m/d) im Bereich Polymermechanochemie
Ab Oktober 2026 ist eine Doktorandenstelle in der Forschungsgruppe von Dr. Jian Wang, einem eigenständigen Gruppenleiter am DWI, zu besetzen. Diese Stelle wird durch den DFG-Sonderforschungsbereich (SFB 1769) finanziert. Ein DFG-Sonderforschungsbereich (SFB) ist ein bedeutendes deutsches Förderinstrument, das langfristige, interdisziplinäre, universitäre Forschungskonsortien für bis zu 12 Jahre unterstützt und mehrere Forschungsgruppen zu einem gemeinsamen wissenschaftlichen Thema zusammenführt. Der SFB 1769 „Polymermechanochemie“ ist ein neu gefördertes Zentrum unter der Leitung der RWTH Aachen (Sprecher: Prof. Andreas Herrmann) mit Partnern wie dem DWI Aachen, Düsseldorf, Wuppertal, Bremen, Lübeck, dem Forschungszentrum Jülich und dem Max-Planck-Institut in Mainz, das im Oktober 2026 seine Arbeit aufnimmt, um mechanochemische Prozesse in Polymeren zu untersuchen. Ziel dieses SFB ist es, grundlegende Regeln für die Reaktivität solcher Prozesse zu entschlüsseln, kraftempfindliche molekulare Motive zu entwickeln, moderne In-situ-Analysemethoden zu etablieren und Berechnungsmodelle über verschiedene Längenskalen hinweg anzuwenden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf biomedizinischen Anwendungen. Mechanochemische Prinzipien könnten in Zukunft dazu beitragen, Wirkstoffe selektiv durch mechanische Reize zu aktivieren und so Therapien mit größerer räumlicher und zeitlicher Präzision und mit weniger Nebenwirkungen zu ermöglichen.
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung von Makromolekülen mit programmierbarer und einstellbarer mechanochemischer Abbaubarkeit. Es basiert auf der Hypothese, dass die Polymertopologie die Verteilung und Konzentration mechanischer Kräfte innerhalb makromolekularer Netzwerke bestimmt und so die selektive Aktivierung von in Polymerketten eingebetteten Mechanophoren ermöglicht. Um diese Hypothese zu überprüfen, werden wir Bibliotheken von Polymeren mit unterschiedlichen Topologien und präzise kontrollierten Verteilungen mechanosensitiver Bindungen (Mechanophoren) synthetisieren. Der Abbau der Makromoleküle wird im Hinblick auf Größe, innere Struktur, Ultraschallparameter, Art der Monomere und die Struktur der Abbauprodukte untersucht. Es sollen Struktur-Reaktivitäts-Beziehungen von Polymeren ermittelt und genutzt werden, um das Design verbesserter mechanosensitiver Polymere über verschiedene architektonische Rahmenbedingungen hinweg zu optimieren. Die Aufgabe dieser Stelle besteht darin, neue Mechanophore zu synthetisieren, Polymere mit unterschiedlichen Architekturen herzustellen und die Kraftübertragung sowie das Abbauverhalten der Polymere zu untersuchen. Der Erfolg dieses Projekts wird die bedarfsgerechte Aktivierung von Mechanophoren in Polymeren an bestimmten Stellen und zu bestimmten Zeitpunkten durch angelegte mechanische Kraft ermöglichen, was neue Möglichkeiten für die kontrollierte Freisetzung bioaktiver Moleküle eröffnet und Erkenntnisse für das Design von Polymeren mit mechanochemischer Reaktivität liefert.
Sie erwartet ein hochmotiviertes Team mit freundlichen und kompetenten Kolleg*innen, ein international geprägtes, dynamisches Umfeld, in dem alle ihre Stärken und Fertigkeiten einbringen können.
Das DWI unterstützt Sie dabei, sich weiter zu qualifizieren. Wir bieten unseren Mitarbeiter*innen eine ansprechende Arbeitsatmosphäre an, siehe unter https://www.dwi.rwth-aachen.de/seite/institutskultur.
Ein Überblick über unsere Maßnahmen zur Gleichstellung und zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist zu finden unter https://www.dwi.rwth-aachen.de/seite/arbeiten-am-dwi.
Das DWI – Leibniz-Institut wertschätzt Vielfalt und begrüßt daher alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Behinderung, Nationalität oder ethnischer und sozialer Herkunft.
Der Beginn der Tätigkeit ist ab dem 1. Oktober 2026 geplant. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den Tarifvertrag der Länder (TV-L) und ist der Entgeltgruppe E 13 zugeordnet.
Wenn Sie Interesse an einer neuen beruflichen Herausforderung haben, freuen wir uns über Ihre Bewerbung.
Bitte laden Sie Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Kopien von Abschluss- und Arbeitszeugnissen, Motivationsschreiben) in elektronischer Form unter "auf diese Stelle bewerben" hoch. Bei Fragen zur Stellenausschreibung wenden Sie sich bitte an: jwang(at)dwi.rwth-aachen.de.
Mit der Abgabe einer Bewerbung geben Sie Ihr Einverständnis, dass Ihre Daten elektronisch verarbeitet werden.