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Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) besetzt zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W1-Professur für Psychotherapie mit Tenure Track nach W2 im Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft.
Aufgaben sind die Vertretung von Klinischer Psychologie und Psychotherapie in Forschung und Lehre sowie Lehrveranstaltungen im Bachelor- und Masterstudiengang Psychologie; Forschungsschwerpunkte umfassen Therapieverläufe, Wirksamkeitsforschung und Neue Technologien.
Im Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die W1-Professur (mit Tenure Track nach W2) für Psychotherapie unter Beachtung des § 70 Abs. 3 und 4 Hessisches Hochschulgesetz (HessHG) für die Dauer von sechs Jahren zu besetzen. Gemäß § 70 Abs. 3 HessHG soll die Bewerberin oder der Bewerber (m/w/d) an einer anderen Hochschule als der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) promoviert haben oder nach der Promotion mindestens zwei Jahre außerhalb der JLU wissenschaftlich tätig gewesen sein. Die Dauer der wissenschaftlichen Tätigkeit während und nach der Promotion soll in der Regel neun Jahre oder die Tätigkeit nach der Promotion vier Jahre nicht übersteigen. Im Fall der Bewährung, die gem. § 70 Abs. 2 HessHG in einem Evaluationsverfahren festzustellen ist, wird die dauerhafte Übertragung einer W2-Professur zugesagt.
Sie haben die Aufgabe, das Fach Klinische Psychologie und Psychotherapie in seiner vollen Breite in Forschung und Lehre zu vertreten.
Das Lehrangebot der Professur erstreckt sich auf Lehrveranstaltungen im Bachelorstudiengang Psychologie und im Masterstudiengang Psychologie mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie.
Die Lehrverpflichtung umfasst zunächst 4 SWS für die Dauer der Bewährungsphase und 8 SWS im Fall der dauerhaften Übertragung einer W2-Professur. Die Lehrverpflichtung basiert auf den gesetzlichen Vorgaben; die Lehrinhalte basieren auf der Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO) gemäß dem Gesetz über den Beruf der Psychotherapeutin und des Psychotherapeuten (PsychThG).
Ihre Forschungsschwerpunkte sind aktuelle Themen in den Bereichen Psychotherapie und Psychotherapieforschung, wie beispielsweise die Untersuchung von Verlaufscharakteristika und Prädiktoren für den Therapieerfolg, personalisierte Psychotherapie oder der Einsatz von neuen Technologien (z. B. e-Health oder Just-in-Time Adaptive Interventions (JITAIs)). Mögliche Forschungsschwerpunkte können auch neue Ansätze der Wirksamkeitsforschung (z. B. naturalistische Designs, Single-Case-Designs), netzwerkanalytische Ansätze in der klinischen Psychologie bzw. Psychotherapie, neurobiologische Moderatoren von Therapieerfolgen oder Psychotherapie in speziellen Patientengruppen (z. B. Ältere, Personen mit Migrationshintergrund oder Personen mit chronischen Schmerzsyndromen bzw. somatischen Erkrankungen) sein.
Ihr Forschungsprofil soll anschlussfähig an das vom Land geförderte LOEWE-Zentrum „DYNAMIC – The Dynamic Network Approach of Mental Health to Stimulate Innovations for Interventions and Change“ bzw. an die klinisch ausgerichteten Teilprojekte des Exzellenzclusters „The Adaptive Mind“ (TAM) sein.
Die Anschlussfähigkeit Ihrer Forschung an die im Fachbereich vertretenen Forschungsprofile, wie z. B. experimentelle oder somatische Grundlagen von psychischen Störungen, ist erwünscht. Während Ihrer Tätigkeit an der JLU werden Erfolge in der eigenständigen Einwerbung von Drittmitteln erwartet.
Im Fall der dauerhaften Übertragung der W2-Professur sind die Voraussetzungen für eine Anerkennung als Weiterbildungsbevollmächtigte bzw. -bevollmächtigter (m/w/d) gemäß Weiterbildungsordnung der Psychotherapeutenkammer Hessen vorzuweisen.
Ein Engagement in internationalen Forschungsverbünden und Netzwerken wird ebenso erwartet wie Ihre Mitarbeit im Gießener Graduiertenzentrum für Naturwissenschaften und Psychologie (GGN).
Darüber hinaus wird erwartet, dass Sie sich in der Gebietsweiterbildung auf dem Gebiet Verhaltenstherapie Erwachsene sowie in Berufs- und Fachverbänden engagieren und den Transfer sowie die Kommunikation wissenschaftlicher und praxisrelevanter Forschungsergebnisse in die breite Öffentlichkeit mitgestalten.
Eine Integration von Genderaspekten in den Bereichen Forschung und Lehre ist erwünscht.