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Forschungszentrum Jülich GmbH sucht eine Doktorandin/ einen Doktoranden für eine 3D-Ionenstrahltomographie an Batterien der nächsten Generation. Die Stelle befindet sich im IMD-2 und verbindet fortschrittliche Analytik mit industriellem Branding.
Sie arbeiten in einem internationalen Team und nutzen modernste Ionentomographie, um Li-Verteilung in Anoden zu quantifizieren. Die Förderung erfolgt im Rahmen eines Verbundprojektes; 3 Jahre Befristung, TVöD-Bund Gehaltsstufe 13 (75%).
Am Institute of Energy Materials and Devices - Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IMD-2) arbeiten wir in einem dynamischen und internationalen Team von über einhundert Materialwissenschaftlern, Chemikern, Physikern, Maschinenbauern und technischen Mitarbeitern an der Entwicklung fortschrittlicher Energiewandler und Hochleistungsspeicher für die Energiewende. Hierbei umfassen wir ein breites Technologiefeld, von oxidkeramischen Brennstoffzellen über Festkörper-Batterien bis hin zu Gastrennmembranen. Der Schwerpunkt liegt auf anorganischen Materialien, die als Funktionsschichten aus Pulvern oder über die Gasphase prozessiert werden. Wir verwenden skalierbare, industrien relevante Verfahren, um Forschungsergebnisse schnell in die Industrie zu übertragen und damit die Kluft zwischen Grundlagenwissenschaft und Anwendung zu schließen.
Zukünftige Batterietechnologien sind dringend nötig, um Elektromobilität und Heimspeicher noch günstiger, sicherer und leistungsfähiger zu machen.
Si-reiche Anoden kommen bereits in Hochenergiebatterien zum Einsatz und können die Energiedichte signifikant erhöhen. Durch die hohe Volumenausdehnung des Siliziums beim Laden zeigen solche Zellen jedoch eine starke Zyklenalterung. Zur Erhöhung der Zyklenstabilität wird die Vor-Lithierung von Si-reichen Anoden industriell erforscht. Hierbei sind jedoch noch viele Forschungsfragen offen, insbesondere bezüglich der Verteilung von Li in der Anode in Abhängigkeit der Prozessparameter und des Anodendesigns. Li kann aufgrund seiner geringen Ordnungszahl nicht mit herkömmlichen Methoden in Elektroden ortsaufgelöst bestimmt werden.
Eine neue Möglichkeit, Li ortsaufgelöst zu quantifizieren, bietet die Ionenstrahlanalytik (IBA), bei der Ionen mit hoher Energie (> 2 MeV) auf Batterieproben geschossen werden und eine Kernfusionsreaktion auslösen. Die entstehenden Ionen ermöglichen eine tiefenaufgelöste Quantifizierung von Li und anderen Bestandteilen der Anode, z.B. Si, O, F, C etc. Diese Informationen geben wertvolle Einblicke in Qualität und Stabilität der Prozessführung. Durch die Kombination mit 2D-Rastern des Ionenstrahls über die Proben können auch 3D-Atomverteilungen sichtbar gemacht werden, sodass mögliche Inhomogenitäten lateral und in der Tiefe der Elektrode aufgedeckt werden. Ziel ist es, durch diese fortschrittliche Analytik die Herstellung vor-lithierter Anoden für zukünftige Batterien zu optimieren.
Die Doktorarbeit findet im Rahmen eines Verbundprojektes des BMFTR zum Thema Hochleistungsbatterien statt, wobei akademische und industrielle Partner gemeinsam am Projekt arbeiten.
Ihre Aufgaben umfassen dabei im Wesentlichen:
Die Kandidatin oder der Kandidat kann so bei der Doktorarbeit Kenntnisse über fortschrittliche Analytikmethoden für zukünftige Batteriesysteme sammeln und deren industrierelevanten Einsatz zur Prozessoptimierung demonstrieren.
Wir arbeiten an hochaktuellen gesellschaftlich relevanten Themen und bieten Ihnen die Möglichkeit, den Wandel aktiv mitzugestalten. Sie erwartet ein vielseitiges Angebot:
Neben spannenden Aufgaben und kollegialem Miteinander bieten wir weitere Informationen unter Hinweis auf unser Benefits-Angebot.
Wir freuen uns über Bewerbungen von Menschen mit vielfältigen Hintergründen. Ein chancengerechtes, diverses und inklusives Arbeitsumfeld ist uns wichtig.
Weitere Informationen zu Vielfalt und Chancengerechtigkeit: Vielfalt und Chancengerechtigkeit; Förderung von Frauen.
Dienstort: Jülich
Beginn: Zum nächstmöglichen Termin
Gehalt: EG 13 (75%) TVöD-Bund
Bewerbungsfrist: Die Stelle wird bis zur erfolgreichen Besetzung veröffentlicht
Kennziffer: 2026D-0594
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